Piko – Plattenepithelkarzinom?


Vor ein paar Wochen ist mir an Pikos Ohr eine große, offene Wunde aufgefallen, die einfach nicht heilen wollte. Sie sah schmerzhaft aus, und ich hoffte, sie käme nur vom Kratzen oder einer leichten Infektion. Um Parasiten auszuschließen, gab ich ihm Bravecto. Aber auch danach – und nach einer kompletten Antibiotika-Kur und entzündungshemmenden Medikamenten – blieb die Stelle offen, wund und unangenehm. Tag für Tag änderte sich nichts.

Schließlich hat sich unser Tierarzt die Stelle genauer angesehen und vermutet, dass Piko an etwas Ernsterem leiden könnte: einem Plattenepithelkarzinom (SCC), einer Form von Hautkrebs.

Was genau ist ein Plattenepithelkarzinom beim Hund?

Das Plattenepithelkarzinom (SCC) ist eine häufige Form von Hautkrebs, die in den Plattenepithelzellen beginnt – den flachen, äußersten Zellen der Haut. Normalerweise durchlaufen diese Zellen einen gesunden Kreislauf: Sie wachsen, erfüllen ihre Aufgabe und werden abgestoßen. Beim SCC gerät dieser Kreislauf aus dem Gleichgewicht. Die Zellen vermehren sich unkontrolliert, und es entstehen verdickte, verkrustete oder geschwürige Stellen, die nicht heilen. Diese Bereiche entzünden sich oft, schmerzen und bluten leicht.

Bei Hunden betrifft SCC meist Körperstellen mit wenig Fell, die stärker der Sonne ausgesetzt sind – wie Nase, Bauch, Pfoten oder, wie bei Piko, die Ohren. Der Krebs gilt als lokal invasiv: Er kann aggressiv wachsen und das umliegende Gewebe zerstören, streut aber nicht immer sofort in entfernte Körperbereiche. Deshalb sind frühes Erkennen und frühe Behandlung so wichtig.

Warum Pikos Ohr besonders gefährdet war

Piko hat ein weißes Ohr, das heißt, es gibt kaum natürlichen Schutz vor UV-Strahlung. Helle und dünn behaarte Stellen haben ein viel höheres Risiko für Sonnenschäden. Schon ein kleiner Kratzer – zum Beispiel vom Spielen oder Kopfschütteln – kann zu einer offenen Wunde werden, die schlimmer wird, statt zu heilen.

Wird diese Stelle immer wieder gereizt, entsteht eine Entzündung. Und eine chronische Entzündung ist ein gefährlicher Auslöser. Wiederholte Verletzungen oder Sonneneinstrahlung können bei Hunden dazu führen, dass Hautzellen mutieren. Diese mutierten Zellen vermehren sich dann unkontrolliert – so kann aus einer einfachen Wunde etwas so Ernstes wie Krebs werden.

Genau das sehen wir wahrscheinlich bei Piko: eine hartnäckige Wunde am Ohr, die nie geheilt ist, egal was wir versucht haben.

Wie geht es weiter? Unser Behandlungsplan

Um die Diagnose zu bestätigen, empfiehlt der Tierarzt eine Biopsie. Wegen der Art und Lage des Tumors ist das aber keine einfache Nadelprobe. Der Tierarzt muss den gesamten betroffenen Bereich operativ entfernen – das heißt, einen großen Teil von Pikos Ohrmuschel amputieren – und zur histopathologischen Untersuchung ins Labor schicken.

Nur unter dem Mikroskop lässt sich sicher sagen, ob es ein SCC ist.

Die Gesamtkosten für den Eingriff inklusive Operation und Labor liegen bei 2,5 bis 3 Millionen IDR (etwa 150–180 €). Bestätigt die Biopsie ein Plattenepithelkarzinom, prüft der Tierarzt, ob der Krebs mit sauberen Rändern entfernt wurde (also vollständig). Bleiben Krebszellen zurück, könnten Folgebehandlungen wie Kryotherapie, Laser oder Bestrahlung nötig sein, damit er nicht zurückkommt.

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